NDI-basiertes Polyurethan für dynamische Industriebauteile
Polyurethan auf NDI-Basis ist eine Option für Räder, Rollen, Puffer und andere Bauteile, die wiederholter Belastung ausgesetzt sind. Seine Eignung hängt von der vollständigen Rezeptur, der Verarbeitung, der Geometrie und den Betriebsbedingungen ab; es sollte anhand von Anwendungsdaten mit Alternativen auf MDI-, TDI-, Kautschuk- und thermoplastischer Basis verglichen werden.
I. Abrieb- und Wälzkontaktverschleiß

NDI-basierte Systeme lassen sich für anspruchsvolle Anwendungen mit Abrieb- und Wälzkontaktbeanspruchung formulieren, die Verschleißlebensdauer wird jedoch nicht allein durch die chemische Zusammensetzung bestimmt. Gegenlauffläche, Belastung, Schlupf, Abriebpartikel, Geschwindigkeit, Temperatur, Härte und Oberflächenbeschaffenheit beeinflussen das Ergebnis maßgeblich.
Für Bergbau Walzen, dokumentieren Sie das Erz oder den Staub, die Radiallast, die Geschwindigkeit, den Kontaktdruck, die Feuchtigkeit und das Bruchmuster, bevor Sie die Materialien vergleichen.
Für Reibungsantriebsräder der Einschienenbahn, Geben Sie das Kettenmaterial, die Radlast, das Drehmoment, die Geschwindigkeit, das Profil, die Härtetoleranz und den zulässigen Verschleiß an. Überprüfen Sie Traktion und Temperatur in einem kontrollierten Betriebsversuch.
II. Dynamische Belastung, Ermüdung und Wärmeentwicklung
Wiederholte Kompression erzeugt durch Hysterese Wärme. Das gewählte Polyurethansystem, die Profiltiefe, der Raddurchmesser, die Geschwindigkeit, die Belastung und die Abkühlzeit müssen optimal aufeinander abgestimmt sein, damit die Innentemperatur und die Materialermüdung im zulässigen Bereich bleiben.
Bei vibrierenden oder schlagbeanspruchten Geräten sind Frequenz, Amplitude, Spitzenlast, Temperatur und Verformung zu messen. Ein Prototyp sollte nach einer festgelegten Anzahl von Zyklen auf Risse, Haftungsschäden, Druckverformungsrest und Maßänderungen untersucht werden.
Bei Hochgeschwindigkeitswalzen müssen Rundlaufabweichung, Oberflächengüte, Walzenpressung, Bandgeschwindigkeit und Temperaturmesspunkte definiert werden. Stabiler Anpressdruck und Spurtreue erfordern sowohl die Materialauswahl als auch eine kontrollierte Oberflächenbearbeitung.

III. Chemikalien, Hydrolyse und Freilandexposition

Die Beständigkeit gegenüber Ölen, Hydraulikflüssigkeiten, Lösungsmitteln, Säuren, Wasser, UV-Strahlung und Temperatur ist sortenspezifisch. Bitte geben Sie für die Kompatibilitätsprüfung das genaue Medium, die Konzentration, die Dauer- und Spitzentemperatur, die Einwirkzeit und den Reinigungszyklus an.
Bei Hydraulikdichtungen und Schutzkomponenten sind Volumenänderung, Härteänderung und mechanische Leistungsfähigkeit im realen Fluid zu prüfen. Dichtungsgeometrie, Druck, Bewegung und Extrusionsspalt sind ebenfalls entscheidend.
Für Außenflächen und -räder sollten Sie Informationen zur UV-Beständigkeit, Wasserbeständigkeit, Ozonbeständigkeit sowie zu Belastungs- und Temperaturwechseln anfordern. Verwenden Sie ein vereinbartes Bewitterungs- oder Nutzungstestverfahren anstelle einer festen Lebensdauergarantie.
IV. Kundenspezifische Design- und Verarbeitungsanforderungen
Die Entwicklung eines kundenspezifischen, zerstörungsfreien Bauteils beginnt mit der Zeichnung und der Festlegung des Arbeitszyklus. Rezeptur, Werkzeugbau, Kleben, Aushärten, Bearbeitung und Prüfung müssen gemeinsam geplant werden.
- Härte und Zusammensetzung: Wählen Sie aus den Anforderungen an Belastung, Verformung, Zugkraft, Dämpfung, Temperatur und Verschleiß aus; bestätigen Sie die klassenspezifische Toleranz.
- Geometrie: Geben Sie Maße, Toleranzen, Kantenbeschaffenheit, Nuten, Details zum Verbundkern und alle kritischen Spannungskonzentrationen an.
- Oberflächenbeschaffenheit: Anforderungen an Rauheit, Textur, Schleifen, Rundlauf und Reibung in der genehmigten Zeichnung definieren.
Für Anlagen zur Lebensmittelverarbeitung ist zur Feststellung der Eignung eine dokumentierte Rezeptur sowie eine Überprüfung der vorgesehenen Kontakt-, Temperatur- und Reinigungsbedingungen erforderlich. Die Eignung für den Lebensmittelkontakt lässt sich nicht allein aus der Polyurethanchemie ableiten.
V. Lieferantennachweise und Projektdefinition
Bitten Sie den Lieferanten, das vorgeschlagene Material, die Chargenkontrolle, den Verbindungsprozess, die Aushärtung, die Maßprüfung und alle für die Empfehlung verwendeten Testdaten zu dokumentieren.
Technische ÜberprüfungTeilen Sie die Zeichnung, aktuelle Fehlernachweise und Betriebsdaten mit, damit die Konstruktion vor der Werkzeugfertigung überprüft werden kann.
BeispielplanBitte bestätigen Sie die Verfügbarkeit von Mustern, die Kosten, die Lieferzeit, die Testbedingungen und die Akzeptanzkriterien im Angebot.
ZeitplanWerkzeugausstattung, Materialverfügbarkeit, Musterfreigabe, Menge, Endbearbeitung und Inspektion bestimmen die Projektlaufzeit.
Fordern Sie eine NDI-basierte Polyurethan-Prüfung an
Senden Sie uns die Teilezeichnung oder ein Muster, Angaben zu Belastung, Geschwindigkeit, Zyklusrate, Dauer- und Spitzentemperatur, verwendeten Medien, Verschleißmechanismus, erforderlicher Härte oder Verformung, Stückzahl und dem aktuellen Ausfallmodus. PEPSEN vergleicht dann die Materialoptionen und erstellt einen Validierungsplan.